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Cartoon des Monats

November: Der Herbst verabschiedet sich und mit ihm das herrliche Erlebnis, mit dem Korb durch den Wald zu streifen und Pilze zu suchen.

Im Land der Cartoons ist bekanntlich alles ein bisschen anders. Auch bei den Pilzen. Nicht nur, dass sie dort ganzjährig zu finden sind. Sie können sogar denken und reden
und treten als richtige Persönlichkeiten auf.
Jean-Pignon_klein
Es ist wie bei den Menschen: Ganz unterschiedliche Charaktere kommen da zusammen. Mitunter auch äusserst seltsame, wie die Pilzausstellung zeigt.
Pilzausstellung_klein

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Der Cartoon-Club

Gemeinsam Freude am Zeichnen erleben!
Die Corona-Wolken werden nicht ewig vor der Sonne stehen! Wenn das Wetter wieder heiter ist, werden wir im kommenden Jahr mit den Cartoon-Club-Matinées starten.
Willst du alte Zeichenfreunde treffen oder neue kennenlernen? Dann kannst du dich jetzt für den Cartoon-Club anmelden. Alle Infos dazu findest du in der Mappe!

Vorschau auf 2021

Grundkurse in Rikon
Samstags, von 9 - 13 Uhr
  • Lebendige Streichmännchen zeichnen
    5 Kurstage: 20.2. / 20.3. / 17.4. / 15.5. / 19.6.
  • Der Zeichenkoffer
    Die 5 Grundlagen des Zeichnens
    5 Kurstage: 27.2. / 27.3. / 24.4. / 29.5. / 26.6.
Ferienkurse im Montafon
  • 26. – 31.7. Karikaturen zeichnen
  • 02. – 07.8. Tiere als Cartoonfiguren
  • 09. – 14.8. Der Zeichenkoffer
  • 16. – 21.8. Lebendige Strichmännchen zeichnen
  • 23. – 28.8. Ferienworkshop

Die Daten dieser Kurse sind bereits auf der Website publiziert.
Mehr Infos zu diesen und weiteren Angeboten auf der neuen Website im November.

Plätze in den Kursen können jetzt schon per Email reserviert werden:
info@cartoonschule.com.




Matto's Zeichentipps

Die drei heiligen Räume


Bei dem Begriff "Raum", denken wir als erstes an einen Ort, z.B. ein Zimmer. Es gibt aber noch zwei weitere Räume, die wichtig sind, wenn du im Zeichnen auf einen grünen Zweig kommen willst. Diese werden wir in den beiden nächsten Zeichentipps anschauen.

Der erste Raum: der Ort

Was diesen Raum betrifft, gibt es drei Varianten:

Variante A: Das Atelier
Pflegst du Zeichnen als Hobby, kannst du dich glücklich schätzen, wenn dir dafür ein
eigener Raum zur Verfügung steht, den du stolz als "mein Atelier" bezeichnen kannst.

Da du nicht irgendeine mechanische Arbeit verrichtest, sondern kreativ tätig bist, ist es
von grosser Bedeutung, dass du dich in deinem Atelier richtig wohlfühlst!

Räume werden von ihren Benutzern mit Leben erfüllt, mit Energie.
Diese, wie auch das Licht im Raum – zumindest das künstliche – sowie die Einrichtung kannst du beeinflussen. Doch auch die Umgebung wirkt auf den Raum und seine Energie ein. Dies z.T. massiv in Form von Lärm oder E-Smog.

Die wenigsten können sich ein Traumatelier leisten, bei dem alle Bedingungen stimmen.
Mit der richtigen Lichtquelle, einer passenden Einrichtung und geeigneten Massnahmen,
um schädliche Strahlungen umzupolen, kann auch ein Raum, der nicht optimal ist, zu
einem guten Atelier werden. Details zu erläutern würde hier zu weit führen. Im Rahmen
des Cartoon-Clubs oder auch auf Anfrage kann ich dazu gerne mehr Infos geben.

Variante B: Die Ecke im Wohnzimmer
Wer keinen eigenen Raum fürs Zeichnen zur Verfügung hat, kann vielleicht eine Ecke
im Wohnzimmer als "Atelier" einrichten und dort möglichst gute Bedingungen schaffen. Genügend Platz, passender Tisch und Stuhl, gutes Licht und ganz wichtig:
die Lizenz zum Liegenlassen!
Zeichnungen haben die Eigenart, sich nicht an geregelte Arbeitszeiten zu halten. Oft ist
man "Mittendrin", wenn die Arbeit, das Essen oder was auch immer ruft. Deshalb ist es
sehr angenehm, wenn man Skizzen und begonnene Reinzeichnungen bis zum nächsten
Mal liegenlassen darf. Auch um zwischendurch mal einen Blick darauf werfen zu können. Anhänger des "kreativen Chaos" werden es ausserdem geniessen, Stifte, Pinsel und anderes Zeichenmaterial nicht immer wegräumen zu müssen.

Variante C: Die Notlösung
Das ist z.B. der Küchentisch. Diese Variante ist nicht optimal und funktioniert nur bei einer Personalunion von Künstler und Küchenchef, d.h. wenn du allein wohnst. Andernfalls sind Konflikte unausweichlich, wenn das Zeichnen auf derselben Arbeitsfläche stattfinden muss wie das Ausrollen von Pizzateig. Das schafft keine kreative Atmosphäre und setzt einer hoffnungsvollen Zeichenkarriere früher oder später ein Ende. Eher früher.

Ich empfehle in einem solchen Fall ein Upgrade zu Variante B. Dafür braucht es natürlich das Einverständnis der Mitbewohner. Andernfalls bleibt nur ein mutiger Sprung zu Variante A. Oder das Einfrieren der Zeichenkarriere und das Warten auf bessere Zeiten – oder die nächste Inkarnation.

Im Newsletter vom Dezember werden wir uns mit dem zweiten Raum befassen, der fürs Zeichnen wichtig ist – dem Zeitraum.

Das Krakla-Porträt

"Kraklas" sind Kraftklauer. Gut getarnt und mit trickreichen Methoden sorgen sie dafür, dass die Ideen im Kopf und die Zeichenstifte in der Schachtel bleiben. Wie erkenne ich Kraklas – und wie gehe ich mit ihnen um?

Der Schwarzmaler

Die Galerie der Kraklas wäre nicht vollständig ohne ihren dunkelsten Vertreter,
den Schwarzmaler.

Wenn wir die Kraklas, die wir bisher kennengelernt haben, noch einmal anschauen, stellen wir fest: Für den Inneren Schweinehund, den Verschieberbiber, das Kannichnichtkaninchen und den Couch Potato kann man durchaus ein wenig Sympathie empfinden. Beim Grauen Männchen fällt es schon schwerer – und beim Schwarzmaler erst recht!

So wie jemand auf Erdnüsse oder Peperonis allergisch ist, so sind für den Schwarzmaler
alle Farben absolut unverträglich! Er kennt nur eine Farbe, wenn dies denn eine Farbe ist: schwarz. Die schleppt er ständig in einem grossen Kübel mit sich herum. Wo immer sich
eine Farbe zeigt, zückt er seinen Pinsel und ruht nicht eher, bis alles schwarz ist.
Schwarzmaler_klein
Mit den Farben verschwindet auch das Licht, die Freude, das Lachen und die Liebe.
Erst wenn alles verdunkelt ist, wie London bei einem Luftangriff im zweiten Weltkrieg,
fühlt sich der Schwarzmaler so richtig wohl. Das ist die Atmosphäre, die ihm behagt.

Die Frage ist: Was kannst du tun, wenn dieser dunkle Geselle in deinem Leben auftaucht?

Nimm alle Farbe, Freude, Licht und Liebe, die du in deinem Seelenhaushalt finden kannst und schütte sie in deinem Leben aus! Wo immer möglich, bring Farbe ins Leben: In deiner Wohnung, in der Kleidung – und auch in dem, was du denkst, sagst und tust. Mache dir
und anderen Freude und halte stets Ausschau nach einem Herz, das sich zeigt. Findest du ein solches, heisse es willkommen! Auf diese Weise schaffst du eine Stimmung, die dem Schwarzmaler ganz und gar nicht passt – und er verabschiedet sich. Das wirkt so sicher
wie der Knoblauch gegen Vampire! Ein solcher ist dieser Krakla eigentlich. Mit dem
einzigen Unterschied, dass er kein Blut, sondern Energie abzapft.

Zugegeben, das ist mit etwas Aufwand verbunden, und vielleicht musst du gegen den
Strom schwimmen. Doch es kann ein spannendes Spiel sein. Und auf jeden Fall ein lohnendes. Es ist das Resonanz-Prinzip. Oder weniger gescheit ausgedrückt: Wie du
in den Wald hineinrufst, so tönt es zurück!

Übrigens: Ein wunderbares Mittel, sich den Schwarzmaler vom Hals zu halten, ist
Cartoons zeichnen. Erst recht, wenn man sich mit andern in dieser heiteren Kunstform zusammenfindet. Das ist die Idee des Cartoon-Clubs. Da ist Farbe und Freude drin!
Ich wünsche dir viele farbige Momente im grauen November und schicke herzliche Grüsse aus dem Cartoonland!
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