Geben und nehmen

Mensch mit zugeknöpften Taschen,
dir tut keiner was zulieb.
Hand wird nur von Hand gewaschen,
wenn du nehmen willst, dann gib!

(Johann Wolfgang von Goethe)

Was Goethe mit diesem Vers so deutlich ausdrückt, betrifft wohl das Geld. Doch diese Aussage lässt sich direkt aufs Zeichnen übertragen. Das erlebe ich selber seit vielen Jahren immer wieder, deshalb möchte ich diese Erfahrung hier gerne mit dir teilen.

Beim Zeichnen gibt es so etwas wie einen Fluss. Er kommt aus einer Quelle und fliesst irgendwo hin. Die Quelle ist die Inspiration. Das ist vielleicht nur eine vage Idee. Erst im nächsten Schritt – in der Kreation – nimmt sie eine bestimmte Form an. Dann folgt das Dritte: die Kommunikation.

Wenn du eigentlich gerne zeichnen würdest, aber irgendwie feststeckst, der Zeichenstift in der Schachtel bleibt und die Muse dich partout nicht küssen will, dann liegt da der Hase im Pfeffer: Der Fluss fliesst nicht. 

 

Im stillen Kämmerlein für dich allein zu zeichnen mag schön, entspannend oder lustvoll sein. Doch wenn deine Werke in der Schublade bleiben, stockt irgendwann der Fluss. Es fehlt der dritte Punkt – die Kommunikation.

Hier kannst du den Hebel ansetzen: Finde einen Zweck für deine Zeichnungen, befreie sie aus der Schublade und mach etwas damit – am besten anderen Menschen eine Freude! Das gibt dem Fluss ein Ziel, und er kann zu fliessen beginnen!

So knöpfst du deine Taschen auf. Du gibst – und als Belohnung wirst du bekommen, was sich nicht erzwingen lässt: die Inspiration für immer neue Kreationen. Versuch’s, bei mir funktioniert es!

 

 P.S.
Wenn du das Gefühl hast, deine Zeichnungen seien nicht gut genug und müssten deshalb in der Schublade bleiben, komm in die Cartoonschule. Ich helfe dir gerne, den Fluss in Gang zu bringen!