Philosophie
der Cartoonschule „da Matto“

Ein Stuhl braucht mindestens drei Beine, wenn er stehen soll. Auch ein Mensch braucht drei Dinge. Hat er nur zwei, existiert er zwar, aber er lebt nicht wirklich.

Die drei Dinge haben verschiedene Namen. Zum Beispiel Sein – Tun – Haben.

In unserer Gesellschaft ist das Haben äusserst wichtig. „Hast du was, dann bist du was!“ Auch das Tun wird sehr ernst genommen. Darob wird das Sein oft vergessen oder geopfert.

Drei andere Begriffe hat der grosse Pädagoge Heinrich Pestalozzi für eine ganzheitliche Bildung des Menschen geprägt: Kopf – Herz – Hand. In unserer Gesellschaft spielt der Kopf die Hauptrolle. Auch die Hand darf mitspielen. Das Herz wird gerne vergessen oder geopfert.

Dementsprechend konzentriert sich der Mensch auf das Tun – das Produzieren. Die Belohnung ist das Konsumieren – das Haben. Der dritte Aspekt, das Kreieren, kommt aus dem Sein, dem Herzen. Das ist nicht so leicht fassbar, rentiert in der Regel nicht und wird daher vergessen oder geopfert.

Kein Wunder, dass in unserer Gesellschaft die Menschen ausbrennen, depressiv und krank werden. Sie glauben, mit zwei Beinen fest auf dem Boden der Realität zu stehen und sehen nicht, dass ihnen ein drittes Bein und eine andere Realität fehlt: Menschen wollen nicht nur produzieren und konsumieren. Sie wollen auch kreieren! Kreativ sein heisst: Etwas aus sich heraus  schöpfen, seine Mitte finden und sich selber erleben. Ein Mensch, der dies tun kann, ist glücklich.

Kreatives Schaffen muss befreit sein vom Zwang zur Rendite und soll nicht der Diktatur der Zeit unterworfen sein. Es darf losgelöst sein vom Anspruch auf Perfektion. Es ist kein Wettbewerb und kein Kampf. Es ist ein Spiel!

Ein Weg, auf dem dies erlebt werden kann, ist das Zeichnen. Diesen Weg bietet die Cartoonschule an.

Kopf Herz Hand