Alles Kohl

Alles Kohl

Kohl_Cartoon

Alles Kohl

Nachdem wir an dieser Stelle bereits eine Pilzausstellung gesehen haben, präsentieren wir nun den Kohl.

Wer diesen nur als Gemüse sieht, welches zu allen möglichen Gerichten verarbeitet wird, tut ihm unrecht. Wie zu sehen ist, verbergen sich in den diversen Kohlsorten ganz unterschiedliche Charaktere!

Zum Glück ist solches nur mit dem Cartoon-Auge zu erkennen. Dieses wäre beim Einkauf und in der Küche eher hinderlich. Wer würde schon hinter der schönen Bezeichnung „Blumenkohl“ einen solchen Grantler vermuten? Und natürlich würde es kaum jemand übers Herz bringen, dem süssen kleinen Rosenkohl mit dem Messer zu Leibe zu rücken oder den lustigen Blaukohl in die Pfanne zu hauen.

Wurstgespräch

Wurstgespräch

Wurstgespräch

Im Cartoon vom August 2020 erschien hier das Schwein, welches bei der Wahrsagerin seine Zukunft erfahren wollte.

Könnte es sein, dass die nachdenkliche Wurst rechts im Bild die Reinkarnation dieses Schweins ist? Oder hatte die Wahrsagerin damals mit ihrer Vision des Schinkens Recht? – Das ist aus dem Bild nicht ersichtlich.

Doch als aussenstehende Betrachter können wir erkennen, dass es klug wäre, mit Behauptungen etwas zurückhaltend zu sein. Die Meinung anderer sollte uns nicht wurst sein. Es könnte ja sein, dass sie auch ein bisschen Recht haben.
Sardinen

Sardinen

Der Kartoffelpoet Cartoon

Sardinen

Das Befreiende am Cartoonzeichnen ist, dass es uns erlaubt, Grenzen zu sprengen! Fröhlich setzen wir uns über Einschränkungen hinweg und erschaffen mit eigenen Spielregeln einen Freiraum – das „Cartoonland“, wie ich es gerne nenne. 

Mit der Kraft unserer Phantasie können wir ganz alltägliche Dinge verzaubern. In der Vorstellung und auf dem Zeichenpapier erfinden wir Verrücktes und rücken damit die Normalität etwas zur Seite, so dass die Seele wieder mehr Platz findet.  Eine Wohltat für uns – und andere, die daran teilhaben wollen. 

 

Und das wollen viele! Wie sonst ist es zu erklären, dass „Alice im Wunderland“ – diese total verrückte Geschichte, die Lewis Carroll 1865 in die Welt gesetzt hat – zu einem der bekanntesten Bücher geworden ist?

In der Serie „Das geheime Leben der Lebensmittel“ habe ich diesen Freiraum genüsslich ausgekostet. Vegetarisches und Nichtvegetarisches diente als Inspirationsquelle. So auch eine schlichte Sardinenbüchse. Sie brachte mich zu philosophischen Betrachtungen über deren Inhalt und das Thema „Dichtestress“.

Der Kartoffelpoet

Der Kartoffelpoet

Der Kartoffelpoet Cartoon

Der Kartoffelpoet

Dieser Cartoon mit dem Titel „Der Kartoffelpoet“ ist wiederum aus der Serie „Das geheime Leben der Lebensmittel“. – Geheim? Ja sicher! Oder hast du schon einmal eine Kartoffel gesehen, die Verse schmiedet? 

Offensichtlich haben es Poeten nicht nur unter den Menschen, sondern auch bei den Kartoffeln manchmal schwer, weil sie nicht verstanden werden. Und wie die Sache mit dem „Keks“ zeigt, können sich einfach gestrickte Wesen nicht einmal auf Prosa einen Reim machen.

 

Dieses Bild ist ein Beispiel dafür, dass das Wort in den Cartoons oft eine grosse Rolle spielt. Das kann ein Fusstext sein, doch meist sind die Worte in Sprechblasen oder Gedankenblasen eingepackt. Deren Inhalt, aber auch die Form und wo sie im Bild platziert werden, sind wichtige Elemente in der Bildkomposition, welche viel kreativen Spielraum bieten!

Eidgenossen

Eidgenossen

Eidgenossen

Früher waren wir stolz darauf, wie die alten Eidgenossen ihre Freiheit verteidigten. Wie sie Schlachten gewannen, indem sie die Gegner mit den Hellebarden vom hohen Ross herunterholten und ihre Rüstungen mit den Morgensternen demolierten.

Hohe Rösser gibt es zwar immer noch. Auch Diktatoren, welche uns der Freiheit berauben wollen. Doch heute sind wir stolz darauf, neue Eidgenossen zu haben wie den Friedensforscher Daniele Ganser – und statt Hellebarden und Morgensternen eine wachsende Friedensbewegung.

 

Ein Cartoon kann witzig oder humorvoll sein. Er kann ausserdem tiefgründig sein wie das Beispiel, das ich aus dem Archiv geholt habe. Das Bildchen will ich dem neuen Jahr mit auf den Weg geben, verbunden mit der Hoffnung, dass wir Menschen nie mehr irgendeine Art von Rüstung oder Hellebarde brauchen.

Und der fröhliche Gärtner möge dem „Giesskannen-Prinzip“ eine neue Bedeutung verleihen und uns ermuntern, unser Lebensgärtchen mit Liebe und Achtsamkeit zu pflegen.