Das Graue Männchen

Das Graue Männchen

Das Graue Männchen

Die Angst sitzt im Nacken, die Wut im Bauch und das Graue Männchen auf der linken Schulter. Dort ist es nahe am Ohr, wo es pausenlos seine Botschaften hineinflüstert.

Das Graue Männchen ist einer der übelsten Kraftklauer im Sortiment. Taucht etwas auf, was Freude machen könnte, tritt es sofort in Aktion. Mit Vorbehalten, Einwänden und Einschränkungen werden gute Ideen so lange zurechtgestutzt, bis nichts mehr davon übrigbleibt.

So wie den Inneren Schweinehund wirst du auch das Graue Männchen nie ganz los. Doch verhandle nicht mit ihm! Du verhedderst dich nur in seinen zahllosen Argumenten. Bestenfalls endest du mit einem faden Kompromiss, der dich nicht glücklich macht.

So überlistest du das Graue Männchen:
Tue etwas, das dich freut!

Zum Beispiel zeichnen. Auch wenn das Graue Männchen auf dem Beifahrersitz lamentiert, fahr einfach los! Wenn du Glück hast, kommst du in den „Flow“, und das Herz übernimmt die Führung. Dann vermag dich nichts mehr zu bremsen! Der Kommentar des Grauen Männchens wird zum leisen Hintergrundgeräusch und vermag deine Fahrt zum Ziel so wenig aufzuhalten wie die Nachrichten aus dem Autoradio.

So bleibst du in deiner Kraft und wirst aktiv – im Zeichnen wie im Leben. Wann immer du deine kleinen und grossen Ziele erreichst, klopfe Dir kräftig auf die Schulter – am besten auf die linke, wo das Graue Männchen sitzt.

Ich wünsche dir eine frohe Reise durchs Leben – und durchs Cartoonland, wenn du mit dem Zeichenstift unterwegs bist!

Die Zeit

Die Zeit

Die zeit

Wilhelm Busch möge mir die zwei Zeilen verzeihen, die ich seinem Vers hinzugedichtet habe!

Tatsächlich scheint die Zeit wie unser Schatten zu sein: Je schneller wir uns bewegen, umso schneller läuft sie. So ist der weise Spruch aus dem Osten zu verstehen:

„Bewege dich langsam – und die Zeit folgt dir wie ein zahmer Ochse.“

Die Wohltat der Langsamkeit lässt sich noch steigern: Sich hinsetzen und gar nichts tun. Ungewöhnlich und unpopulär heutzutage. Doch gerade für einen kreativen Menschen sehr zu empfehlen, denn die Muse landet gerne auf einem ruhigen Kopf!

Ein Kürzestgedicht aus Matto’s Schreibstube möge Dir als Reminder dienen:

Take
a break.

Der Innere Schweinehund

Der Innere Schweinehund

Der Innere Schweinehund

Wie der Name sagt, ist dieser Krakla eine Kombination: Gemütlich wie ein Schwein und anhänglich wie ein Hund, begleitet uns der Innere Schweinehund treu durchs ganze Leben. Wegjagen lässt er sich nur für kurze Zeit. Bald schon steht er wieder auf der Matte.

Er ist die trübe Rückseite der glänzenden Medaille „Selbstdisziplin“. Am besten akzeptiert man, dass dies einfach so ist. Erbitterte Schlachten mit dem hartnäckigen Schweinehund bringen nichts. Sie kosten nur eine Menge Energie. Hier wirkt ein Prinzip: Kraft ruft Gegenkraft auf den Plan. Und oft behält die Gegenkraft die Oberhand, selbst wenn es nur eine unschuldige Tafel Schokolade ist.

Besser ist, den Inneren Schweinehund – und sich selber – mit Humor zu behandeln, diesem heilsamen Balsam aus Leichtigkeit und Liebe. Gönne ihm ab und zu einen Knochen, dann hast du eine Zeitlang Ruhe. Und wer weiss? Vielleicht will uns dieser aufdringliche Wicht nur helfen, vor lauter Selbstdisziplin nicht verbissen zu werden.

Oskar und Hugo

Oskar und Hugo

Oskar und Hugo

Oskar und Hugo sind höchst erfreut, dass ihre Stammkneipe wieder offen ist! Und sie bleiben sitzen, bis sie einen sitzen haben!
Wer kann es ihnen verübeln, nach dem Stress der vergangenen Wochen?