Das Graue Männchen

Die Angst sitzt im Nacken, die Wut im Bauch und das Graue Männchen auf der linken Schulter. Dort ist es nahe am Ohr, wo es pausenlos seine Botschaften hineinflüstert.

Das Graue Männchen ist einer der übelsten Kraftklauer im Sortiment. Taucht etwas auf, was Freude machen könnte, tritt es sofort in Aktion. Mit Vorbehalten, Einwänden und Einschränkungen werden gute Ideen so lange zurechtgestutzt, bis nichts mehr davon übrigbleibt.

So wie den Inneren Schweinehund wirst du auch das Graue Männchen nie ganz los. Doch verhandle nicht mit ihm! Du verhedderst dich nur in seinen zahllosen Argumenten. Bestenfalls endest du mit einem faden Kompromiss, der dich nicht glücklich macht.

So überlistest du das Graue Männchen:
Tue etwas, das dich freut!

Zum Beispiel zeichnen. Auch wenn das Graue Männchen auf dem Beifahrersitz lamentiert, fahr einfach los! Wenn du Glück hast, kommst du in den „Flow“, und das Herz übernimmt die Führung. Dann vermag dich nichts mehr zu bremsen! Der Kommentar des Grauen Männchens wird zum leisen Hintergrundgeräusch und vermag deine Fahrt zum Ziel so wenig aufzuhalten wie die Nachrichten aus dem Autoradio.

So bleibst du in deiner Kraft und wirst aktiv – im Zeichnen wie im Leben. Wann immer du deine kleinen und grossen Ziele erreichst, klopfe Dir kräftig auf die Schulter – am besten auf die linke, wo das Graue Männchen sitzt.

Ich wünsche dir eine frohe Reise durchs Leben – und durchs Cartoonland, wenn du mit dem Zeichenstift unterwegs bist!