Das Kannichnichtkaninchen

Wenn das Kannichnichtkaninchen über das Zeichenpapier – oder deinen Lebensweg – hoppelt, hast du es mit einem trügerischen Krakla zu tun: Hilflos und ängstlich kommt es daher, zum Erbarmen. Doch wenn du in seinen Dunstkreis gerätst, verleitet es dich zum grössten Fehler, den du machen kannst – gar nicht anzufangen!

Wann immer du etwas tust, können Fehler passieren. Das ist normal. Und nicht schlimm. Ersetze das Wort „Fehler“ mit „Erfahrung“, und du hast eine gesunde Sichtweise. Jeder Fehler bringt dich dem Erfolg einen Schritt näher. Vorausgesetzt, du lernst etwas daraus.

Das Kannichnichtkaninchen will verhindern, dass du überhaupt erst beginnst. Wagst du es doch und es läuft schief, ist es mit seinen mutlosen Kommentaren sofort zur Stelle! Allein seine Gegenwart zapft dir so viel Kraft ab, dass du vielleicht keinen weiteren Versuch wagst. Die Erfahrung wird in der Schublade „Versagen“ abgelegt. Wenig hilfreich für das Selbstwertgefühl!

Wie gehst du mit diesem Krakla um?

Sei dir bewusst, dass deine Fähigkeiten grösser sind, als man dich glauben lässt. Lass dich nicht klein machen! Sagt das Kannichnichtkaninchen: „Das kannst du nicht!“, gib ihm einen Tritt in den Hintern mit der Bemerkung: „Das kann ich doch!“ Und sollte, was immer du tust, in die Hosen gehen, sag einfach: „Na und?“ und mach weiter.

Lerne aus Fehlern und gib nicht auf!

Nimm ein neues Papier zur Hand. Nicht jedes Blatt muss ein Kunstwerk werden, auch Entwürfe braucht es! Das gilt fürs Zeichnen wie fürs Leben. Gib den Anspruch zur Perfektion auf. So bleibst du locker – und das Kaninchen kann dich mal!