Der Verschieberbiber

Der Verschieberbiber

Der Verschieberbiber

Dick und behäbig sitzt dieser Krakla auf dem überladenen Schreibtisch, im unaufgeräumten Keller, auf To Do-Listen und manch einem gut gemeinten Vorsatz. Wo er auftritt, nagt er unermüdlich an der Lebensenergie: der Verschieberbiber.

„Morgen ist auch ein Tag“, pflegt er zu sagen und bläst ins gleiche Horn wie sein bester Kollege, der Innere Schweinehund. Wo sich die beiden breit machen, türmen sich die „To Do’s“ auf, weil sie von einem „morgen“ zum nächsten verschoben werden.

Wer schon einmal eine schwierige Aufgabe oder eine lästige Pflicht lange vor sich hergeschoben hat, weiss, dass man hundert Mal daran denkt, bevor sie schliesslich doch erledigt werden muss. Sie beansprucht Aufmerksamkeit. Das verschweigt der Verschieberbiber, wenn er dich mit seinen gelben Zähnen angrinst: An jedem To Do-Zettel klebt ein wenig von deiner Lebensenergie. Bei einem Haufen To Do’s ist das eine ganze Menge!

Wer in einem Anflug von Mut oder Wut einen solchen Haufen anpackt und ein To Do nach dem anderen erledigt, wird mit dem herrlichen Gefühl von neuer Energie belohnt – und der Genugtuung, den Verschieberbiber mitsamt seinem Kollegen in die Flucht geschlagen zu haben. Zumindest bis zum nächsten Haufen…

P.S.
Auch beim Zeichnen steht der Verschieberbiber gerne auf dem Schlauch, so dass die Kreativität nicht zu fliessen beginnt. Ist das bei dir der Fall? Falls ja, freue ich mich, wenn du diesen Bremsklotz loswirst, so dass einem frohen Ausflug oder gar einer längeren spannenden Reise durchs Cartoonland nichts mehr im Wege steht!

Anfangen

Anfangen

Was ist der grösste Fehler, den du im Zeichnen machen kannst? – Nicht anzufangen! Ist dir schon aufgefallen, dass im Wort „anfangen“ der Begriff „fangen“ enthalten ist? Das hat im Zeichnen– und speziell im Cartoonzeichnen – einen tieferen Sinn. Es geht darum, Ideen einzufangen und aufs Papier zu bringen.

Eine Idee ist wie ein Schmetterling. Wenn du überlegst, wie du ihn am besten einfangen kannst, ist er weg, bevor du fertiggedacht hast. Deshalb: Wenn du eine Idee hast, denk nicht lange darüber nach. Fang gleich mit dem Zeichnen an!
Ideen-fangen „Aber…“ tönt es sogleich. – Da ist er schon, der Verstand, dieser alte Spielverderber.

Er ist ein pflichtbewusster, tüchtiger und überaus nützlicher Beamter, unser Verstand. Aber er ist kein Künstler. Alles, was nicht in seinen dicken Büchern steht und was nicht der Norm entspricht, ist ihm suspekt.

Der Mörder war wieder der Gärtner,
Und der plant schon den nächsten Coup.
Der Mörder ist immer der Gärtner,
Und der schlägt erbarmungslos zu.
…singt Reinhard Mey in einem seiner Lieder. Was die Ideen betrifft, so kann man den Gärtner im Liedtext mit „Verstand“ ersetzen. Dieser schlägt auch im Zeichnen zu. Erbarmungslos. Unzählige Ideen werden von seinen Bedenken, Vorbehalten und Einschränkungen auf dem Weg vom Kopf zum Zeichenpapier umgebracht.

Gibt es eine Lösung? Ja: Anfangen!

Auch wenn du erst eine vage Idee hast, nimm den Stift und beginne zu zeichnen! Egal, wie schräg das aussieht. Hauptsache, du hast die Idee irgendwie gepackt. Erstens geht sie auf diese Weise nicht verloren, und zweitens wirst du merken, dass du mit dem Zeichenstift „denken“ kannst. Er hilft dir, der Idee eine Form zu geben.

Das ist die Magie des Scribbles. Mehr dazu im nächsten Zeichentipp!

Matto

Red Bull

Red Bull

Red Bull

Was Red Bull nicht gelingt, das ist mit Zeichnen möglich.

Der Zeichenstift ist ein Zauberstab. Mit seiner Hilfe wachsen dir Flügel, die dich über die engen Grenzen des Alltags hinaus ins weite Land der Phantasie und des Humors tragen!

Dabei brauchst du nicht meisterhaft zu zeichnen. Schon beim Scribbeln oder mit einfachen Strichmännchen erlebst du das herrliche Gefühl, wenn Striche auf dem Papier zum Leben erwachen.

Überliste das „Graue Männchen“ und komm ins Montafon. Lass dir im Ferienkurs oder -workshop während einer ganzen Woche Flügel wachsen – ohne Red Bull, aber mit viel Freude!