Gemüse und Co.

Gemüse und Co.

Gemuese und Co.

Gemüse und Co.

Der erste „Cartoon des Monats“ im neuen Jahr ist eine Zeichnung, die ich vor rund zwanzig Jahren für das Titelbild eines Rezeptbooklets gemacht habe. Da wir an dieser Stelle schon einige Cartoons aus der Serie „Das geheime Leben der Lebensmittel“ gesehen haben, mag dieses muntere Potpourri als Begrüssung zum Jahresbeginn recht passend sein.

Wir wissen nicht, ob die fröhlichen Kerlchen ahnen, welch ein Ende schliesslich in der Pfanne oder Salatschüssel auf sie wartet. Wir sehen einfach eine gutgelaunte Bande, die eine heitere Stimmung verbreitet.

 

Wir wissen ja auch nicht, ob wir selber bald einmal „den Salat haben werden“ – und Teil davon sind – oder ob wir gar von übelwollenden Kräften in die Pfanne gehauen werden. Die täglichen Nachrichten mögen solches andeuten, aber sicher ist es nicht.

Wir könnten uns jedoch Gemüse und Co. zum Vorbild nehmen, eine gutgelaunte Bande sein und heitere Stimmung verbreiten. So hätten wir jedenfalls nichts verpasst, ob nun Pfanne und Salatschüssel auf uns wartet – oder nicht.

 

Die Inspiration

Die Inspiration

„Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ In meiner Kindheit haben sich die Eltern mit diesem Spruch bei mir nicht beliebt gemacht – aber die Arbeit wurde erledigt, und widerstrebend habe ich gelernt, dass das Vergnügen nach getaner Arbeit tatsächlich mehr Spass macht.

Nun, wenn es um Inspiration und Kreation geht, ist es genau umgekehrt. Hier heisst es: „Zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit!“ Die Inspiration ist das Vergnügen! Allerdings nur, wenn sie stattfindet. Beim Schreiben oder Zeichnen vor einem leeren Blatt zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen, nur um herauszufinden, dass nichts Brauchbares drin ist – das ist eine unangenehme Erfahrung. Überhaupt kein Vergnügen.

Wenn das geschieht, wird einfach am falschen Ort gesucht. Inspiration kommt nicht aus dem Kopf. Dort ist nur zu finden, was wir im Laufe des Lebens gesammelt und fein säuberlich eingelagert haben. In all den Jahren kommt da einiges zusammen – genug, um jede Menge Blätter zu füllen! Aber es ist wie die alte Langspielplatte, welche Onkel Paul an Weihnachten jeweils aufzulegen pflegte: Vertraut, aber nichts Neues.

Wirklich gute bis geniale Einfälle kommen aus einer grösseren Quelle als unserem limitierten Verstand. Doch nicht so ohne weiteres. Der Begriff „Inspiration“ kommt von in = hinein und spirare = hauchen. Eine zarte und leise Sache ist so ein Hauch. Will man ihn wahrnehmen, muss der laute Verstand erst den Mund halten. Dafür sorgt die Meditation. Das heisst, die Mitte finden. Dort herrscht Ruhe.

Nun braucht Meditation nicht stundenlanges Sitzen mit gekreuzten Beinen zu sein. Meditation ist im Grunde genommen alles, was dich in deine Mitte und in die Ruhe bringt. Es kann auch ein Waldspaziergang sein – oder sogar das Zeichnen selber! Entspannung und Atmung gehört stets dazu. Wenn du dich auf die Suche begibst, wirst du deinen eigenen Weg in die Mitte finden.

Dort angekommen, kann dich die Inspiration finden – wenn sie will. Sie lässt sich so wenig dazu zwingen wie ein Schmetterling, der sich auf deine Hand setzen soll. Inspiration ist immer ein Geschenk – und deshalb ist sie das Vergnügen. Danach kommt die Arbeit: die Kreation. Diese wollen wir im nächsten Zeichentipp anschauen.

Zeichnen und Freiheit

Zeichnen und Freiheit

Die Freiheit ist ein zarter Schmetterling. Gerät dieser ins Netz der Spinne, ist es vorbei mit dem fröhlichen Gaukeln von Blüte zu Blüte.

Wir Menschen sind keine Schmetterlinge. Meist weniger farbig – und fürs Fliegen sind wir auf Flugzeuge oder andere Himmelsfahrzeuge angewiesen. Auch sind wir nicht so lange auf diesem Planeten wie die Schmetterlinge, die schon vor zweihundert Millionen Jahren den Dinosauriern um die Köpfe geflattert sind. Doch eines haben wir gemeinsam: die Freude an der Freiheit.

Nun gibt es zwei Freiheiten – eine äussere und eine innere.

Die äussere Freiheit ist die Möglichkeit, sich frei zu bewegen und in friedlichem Zusammenwirken mit anderen das zu tun, was uns Freude macht. Dass viele Menschen diese Freiheit nicht haben, weist darauf hin, dass es auch in unserem Leben Spinnen und Netze gibt.

Aus irgendeinem Grund sind diese da. Das gehört zu den Spielregeln, die sich nicht einfach so ändern lassen, so wenig wie das Wetter.

Natürlich kann man klatschnass im Regen stehen und schimpfen. Doch klüger ist es wohl, den Schirm aufzuspannen oder nach drinnen zu gehen.

Diese Überlegung führt zur zweiten – zur inneren Freiheit. Das ist ein wertvoller Schatz. Ob dieser wie im Märchen in einer Höhle verborgen oder wie die Schatztruhe eines Piraten auf einer Karibikinsel vergraben ist – es braucht immer ein Zauberwort oder einen Plan, um zu diesem Schatz zu gelangen. Er liegt nicht einfach offen da.

Als junger Student war ich in Rom auf einer Exkursion für Kunstgeschichte. Ein eindrückliches Erlebnis war es für mich jeweils, eine Kirche zu besuchen. Die Hitze, das Hupen der Autos, der Lärm der Stadt – all das verschwand, sobald die schwere Eingangstüre der Kirche geschlossen wurde. Ruhig und kühl war es drinnen.

Ein wenig so verhält es sich mit der inneren Freiheit. Mit dem Unterschied, dass nicht eine, sondern mehrere Türen hineinführen. Und ja, das Zeichnen ist eine davon.

Eskalierter Streit

Eskalierter Streit

Hello Again

Eskalierter Streit

Dieser Cartoon kommt nicht gerade weihnächtlich daher, das stimmt!

Gezeichnet habe ich ihn für das lesenswerte Buch von Ulrike Eidel und Barbara Tybussek „Konflikte lösen – verhandeln unter Stress“, erschienen im Haufe-Verlag.

Strichmännchen begleiten die von verschiedenen Autoren verfassten Texte.

 

Da Strichmännchen wie Menschen sind – nur dünner – wird auch bei ihnen nicht immer nur gelacht. Hier geht es um einen Streit, der eskaliert. Es gewinnt weder die eine noch die andere Seite, sondern der lachende Dritte.

Wie im letzten Newsletter erwähnt, kann ein Cartoon auch tiefgründig sein und dazu anregen, den Faden weiterzuspinnen. Wer nun eine andere Option als die der vorliegenden Szene sucht, landet vielleicht doch noch bei Weihnachten, dem Fest der Liebe. 

P.S.
Wie das Titelbild des erwähnten Buchs zeigt,  ist diese Option nicht so einfach. Vor allem bei schlechtem Wetter.  Aber hier ist der lachende Dritte wenigsten nur ein fröhlicher Fisch

Cartoonschule „da Matto“
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Die KonKom-Pyramide

Die KonKom-Pyramide

Die KonKom-Pyramide ist ein hilfreiches Werkzeug für Selbstmanagement – im Zeichnen wie im Leben. Es geht dabei um Kompetenz. 

Wer Erfolg haben will, schafft das bekanntlich nicht allein. Auch die Kompetenz braucht Verbündete.

Gleich fünf davon stehen ihr zur Seite:

  • Die Konzentration
  • Die Kontinuität
  • Das Konstruktive
  • Die Konsequenz
  • Die Kommunikation

Die Konzentration
Das herausragende Merkmal von Meisterschaft ist Konzentration. Ohne sie ist keine echte Leistung möglich. Es macht Spass, Konzentration zu trainieren. Das geht hervorragend beim Zeichnen, aber auch beim Schuhe binden und Zähne putzen.

Die Kontinuität
So wie der Apfelkern etwas Zeit braucht, um ein Apfelbaum zu werden, braucht auch der Erfolg seine Zeit, um zu wachsen. Der Misserfolg gehört dazu, wie im Zeichnen die falschen Striche. Nur wer dennoch weitermacht, erlebt den Erfolg – und die Freude an den richtigen Strichen.

Das Konstruktive
Im Gegensatz zum Konstruktiven steht das Destruktive. Solches ist reichlich zu finden in unserer Gedankenwelt, und es kann manches zunichtemachen. Wer ein Haus baut, sollte es nicht immer wieder abreissen, und wer sein Gärtchen pflegt, tut gut daran, die Schädlinge fernzuhalten.

Die Konsequenz
„Kein Mensch muss müssen“, sagte Lessing. Wer A sagt, muss nicht notwendigerweise B sagen. Doch wer das Alphabet lernen will, kommt nicht umhin, die Schuhe zu binden für die Wanderung von A nach Z. Das ist die Konsequenz.

Die Kommunikation
Werden die erwähnten „Verbündeten“ stärker, bewegen sie sich vom Zentrum nach aussen. Machen alle vier gleichmässig mit, entsteht ein Quadrat mit der Kompetenz als Mittelpunkt. Das Quadrat wird umso grösser, je stärker die vier Verbündeten sind. Das ist gut und recht, doch es ist immer noch ein zweidimensionales Gebilde, flach wie eine Flunder.

Die Musik beginnt zu spielen, wenn der fünfte „Verbündete“ dazukommt – die Kommunikation! Erst wenn diese die Kompetenz gewissermassen in die Höhe zieht, entsteht ein dreidimensionaler Körper. Das Gebilde bekommt einen Inhalt. Das ist Kompetenz – oder die KonKom-Pyramide.

Ins Leben übertragen heisst das: 

Kompetenz entfaltet ihre Wirkung erst richtig in der Kommunikation. Sie ist in dem Masse wertvoll, wie sie im Leben zum Ausdruck kommt und einen Beitrag zum Ganzen leistet! 

Varianten der KonKom-Pyramide
Die Kompetenz ergibt sich also erst durch das Zusammenwirken der fünf „Verbündeten“. Meisterschaft ist eine hohe Pyramide mit einer grossen Grundfläche. Liegt aber einer oder gar mehrere der fünf „Verbündeten“ auf der faulen Haut, können ganz dünne oder windschiefe Gebilde entstehen. 

Du kannst dir nun einen Spass daraus machen, alle möglichen Spielformen zu bilden und deine persönlichen Pyramiden in verschiedenen Lebensbereichen zu analysieren. Das ist, wie eingangs erwähnt, das hilfreiche Werkzeug für Selbstmanagement.

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Die Strichmännchen-Akademie
Durch das Zusammenspiel der „Verbündeten“ bauen wir in der Strichmännchen-Akademie eine starke KonKom-Pyramide: 

Konzentration
Wir greifen aus dem grossen Reich des Zeichnens ein einziges Thema heraus und konzentrieren uns darauf: die Strichmännchen. 

Kontinuität
Weil die Akademie als Jahreskurs aufgebaut ist, können wir dranbleiben und haben genügend Zeit, das Thema gründlich zu bearbeiten.

Konstruktiv
Das Zeichnen in einer motivierten Gruppe gibt viel Energie, sorgt für Impulse und lässt Selbstsabotage durch überkritische Gedanken gar nicht aufkommen.

Konsequenz
Wer sich entscheidet, das „Strichmännchen-Alphabet“ richtig zu lernen, wird mit System und kompetenter Anleitung Schritt für Schritt von einem Erfolg zum nächsten geführt.

Kommunikation
„Strichmännchen in Aktion!“ Mit gekonnt gezeichneten Figuren gestalten wir Cartoons nach allen Regeln der Komposition. Das ist der krönende Abschluss!

So trainieren wir in der Strichmännchen-Akademie auf dem Spielfeld des Zeichnens den Aufbau von Kompetenz und erfahren die Freude, die sich daraus ergibt. Ein starkes Erlebnis, das sehr wohl aufs ganze Leben ausstrahlen kann.

Ich freue mich, wenn Du dabei bist!